30.03.2026

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Zweite Schweizer Teilnahme an der Deutschsprachigen Philosophie-Olympiade

Vom 22. bis 25. März fand in Salzburg der Bundeswettbewerb der Österreichischen Philosophie-Olympiade statt, zu dem auch Gastdelegationen aus der Schweiz und Südtirol eingeladen werden. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne war die Schweiz auch dieses Jahr mit zwei Teilnehmenden am Start:

Lina Studer (ganz rechts) und Diego Käsermann (zweiter von rechts) begleitet von den Studierenden Kal Niederhäuser (ETH Zürich) und Filipa Lüthy (Universität Basel), beide Freiwillige der Schweizer Philosophie-Olympiade. (Quelle: Schweizer Philosophie-Olympiade)

Lina Studer mit Vertreter*innen des Vereins Philolympics, der hinter der Österreichischen Philosophie-Olympiade steht. (Quelle: Philolympics)

Diego Käsermann mit Vertreter*innen des Vereins Philolympics, der hinter der Österreichischen Philosophie-Olympiade steht. (Quelle: Philolympics)

Gruppenbild vor der Heimreise. (Quelle: Philolympics)

  • Lina Studer, Gymnasium Thun (BE)

  • Diego Käsermann, Kantonsschule Solothurn (SO)

Sie wurden eingeladen, weil Sie im Halbfinale der Schweizer Philosophie-Olympiade Essays auf Deutsch schrieben, mit denen sie sich nur knapp nicht für das  Schweizer Finale qualifizierten.

Ein doppelter Wettbewerb

Der Anlass, der letzte Woche stattfand, war einerseits das Finale der Österreichischen Philosophie-Olympiade, an dem entschieden wird, welche zwei jungen Essayist*innen Österreich an der Internationalen Philosophie-Olympiade in Warschau (14.-17. Mai) repräsentieren werden, analog zum Finale der Schweizer Philosophie-Olympiade.

Andererseits war dieser Anlass auch die zweite Ausgabe der Deutschsprachigen Philosophie-Olympiade, zusammen mit der Schweiz und Südtirol. In den kommenden Jahren könnte die Deutschsprachige Philosophie-Olympiade zu einem eigenständigen Wettbewerb anwachsen, an dem noch mehr deutschsprachige Länder und Regionen teilnehmen. An der Internationalen Philosophie-Olympiade, die Jugendliche aus über 50 Ländern zusammenbringt, darf der Essay zwar auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch verfasst werden – nicht aber in der Amtssprache des eigenen Landes. Die Deutschsprachige Philosophie-Olympiade könnte dazu eine Ergänzung bieten.

Zugtickets, Übernachtung in Salzburg - möglich machten es 13 grosszügige Spender*innen und der Science Booster des Schweizerischen Nationalfonds. Ein grosser Danke geht an alle, die zur Crowdfunding-Kampagne beigetragen haben und so geholfen haben, die Reise nach Salzburg zu finanzieren.

Vier Stunden, vier Zitate

Am 23. März hatten die Teilnehmenden vier Stunden Zeit, um ein Essay zu einem von vier Zitaten zu verfassen. Nach diesem Prinzip funktionieren auch das Schweizer Finale und die Internationale Philosophie-Olympiade.

(Quelle: Philolympics)

(Quelle: Philolympics)

Anarchie und Krise - philosophisch betrachtet

Die Atmosphäre sei sehr positiv gewesen, so Diego. Das Programm enthielt aber nicht nur lockere Themen. Ein öffentlicher Vortrag am letzten Abend behandelte das Thema: “Was nun? Philosophie der Krise". Die Teilnehmenden durften ausserdem an Workshops über feministische und politische Erkenntnistheorie oder Anarchie teilnehmen, geleitet von Philosoph*innen der Universitäten Frankfurt und Wien.  

(Quelle: Philolympics)

Es sei aber nicht jeder Programmpunkt nur philosophisch gewesen, so Lina. Es habe auch Gelegenheiten für entspannte Gespräche gegeben, beispielsweise auf der Stadtführung. “Es war alles wunderbar organisiert und strukturiert und ich habe mich während des ganzen Ausflugs sehr wohl gefühlt”, so Diego. Er und Lina sind sich einig, dass sie nächstes Jahr wieder an der Schweizer Philosophie-Olympiade antreten möchten. Diego geht sogar noch weiter: “Ich wollte eigentlich Astronomie als Freifach belegen in der Schule - jetzt habe ich mich entschieden, stattdessen Philosophie zu nehmen. Ich hatte immer schon eine Begeisterung für Philosophie, habe mich aber nicht aktiv damit beschäftigt. Das wird sich jetzt ändern."

(Quelle: Philolympics)

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