20.05.2024

Communiqué de presse

Mit Sokrates in der Sauna

Vom 16. bis 19. Mai fand in Helsinki die 32. Internationale Philosophie-Olympiade statt. 112 Jugendliche reisten aus 52 Ländern an, um Essays zu schreiben, über grosse Fragen zu diskutieren und in die finnische Kultur einzutauchen. Mit dabei waren die zwei Gewinnerinnen der Schweizer Philosophie-Olympiade und erstmals auch zwei Schüler aus Liechtenstein, von denen einer direkt die erste Auszeichnung mit nach Hause brachte.

Die Schweizer und Liechtensteiner Delegationen mit Maskottchen bei der Ankunft im Hotel. (Quelle: Lara Gafner)

Die Schweizer Delegation. Von link nach rechts: Lara Gafner (Volunteer), Alya Christen, Hannah Janjic, Severin Rohrer (Volunteer). (Quelle: Lara Gafner)

Die Liechtensteiner Delegation vor dem Dom von Helsinki. Von links nach rechts: Felix Kammer (Lehrer), Patrick Steffens, Leonhard Hasler mit Ehrenmeldung, Raphael Bucheli (Lehrer). (Quelle: Severin Rohrer)

Leonhard Hasler (mit Flagge) erhält während der Schlusszeremonie eine Ehrenmeldung. (Quelle: Lara Gafner)

Ein Ausflug in die nordische Natur. (Quelle: Patrick Steffens)

Seit 1993 treffen sich an der Internationalen Philosophie-Olympiade (IPO) jedes Jahr junge Talente aus aller Welt, um sich vier Tage lang dem Denken zu widmen. Letzte Woche war der Wettbewerb in Finnland zu Gast. Auf dem Programm standen daher Saunabesuche, finnische Volksmusik und Sightseeing in Helsinki – neben philosophischen Vorlesungen und natürlich dem vierstündigen Essayschreiben am Freitagmorgen, das den eigentlichen Wettbewerb ausmacht.

Für die Schweiz am Start waren Alya Christen vom Gymnasium Neufeld in Bern und Hannah Janjic von der Hull’s School in Zürich, die im März das nationale Finale gewonnen hatten. Zum ersten Mal war auch Liechtenstein vertreten. Der erste Erfolg für das Fürstentum liess nicht lange auf sich warten: Leonhard Hasler vom Liechtensteinischen Gymnasium wurde für seinen Essay mit einer Ehrenmeldung ausgezeichnet. Ebenfalls teilgenommen hat Patrick Steffens vom Liechtensteinischen Gymnasium. Die zwei Goldmedaillen für die besten Essays gingen an Teilnehmer aus China und Deutschland.

Als Essaythema standen den Teilnehmenden vier Zitate zur Auswahl. «Die Themen waren sehr gut ausgewählt, relevant und aktuell», findet Hannah, die sich für ein Zitat über die Gefahren von Künstlicher Intelligenz entschied. Leonhard wählte ein Zitat der Philosophin Seyla Benhabib über die Bedeutung der Staatsbürgerschaft in der heutigen Welt, während Alya und Patrick mit dem mittelalterlichen Denker Maimonides über unsere Wahrnehmung von Wahrheit reflektierten.

Das Beste an der IPO sei es gewesen, Leuten aus so vielen verschiedenen Kulturen zu begegnen, findet Alya. So vielseitig wie die Teilnehmenden der IPO sind auch deren Talente: Nach ihrer Matura dieses Jahr will sich Alya, die Geige spielt, ganz der Musik widmen. Auf Leonhard wartet im Sommer voraussichtlich schon das nächste olympische Abenteuer: Die Internationale Mathematik-Olympiade in England.

Die Wissenschafts-Olympiade fördert seit 20 Jahren Jugendliche, weckt wissenschaftliche Begabungen und Kreativität und beweist: Wissenschaft ist spannend. Zehn Olympiaden finden jedes Jahr statt: Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe für über 8'000 Talente in Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Linguistik, Mathematik, Philosophie, Physik, Robotik und Wirtschaft. Treffen Sie die jungen Talente - bei der Jubiläumsfeier am 14. September in Bern.

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