{"news":[{"uid":4261,"title":"Liechtensteins erste Teilnahme an der Internationalen Philosophie-Olympiade","teasertext":"Auf der Webseite von Liechtensteinisches Gymnasium erz\u00e4hlt Raphael Bucheli, Lehrer und Volunteer, von der ersten Teilnahme des F\u00fcrstentums an der Internationalen Philosophie-Olympiade. Vier denkw\u00fcrdige Tagen im hohen Norden, inklusive Honorable Mention, Sauna und Rentier-Hotdog.","short":"","body":"","datetime":1716838200,"datetimeend":0,"newstype":1,"newstypetext":null,"links":"https:\/\/www.lg-vaduz.li\/news\/lg-delegation-philosophie-olympiade-siegreich","subjects":["Reisen","Freunde"],"image":["https:\/\/philosophy.olympiad.ch\/fileadmin\/_processed_\/e\/4\/csm_Internationale_Philosophie-Olympiade__Liechtenstein_d0e83d5ce7.jpg"],"link":"https:\/\/philosophy.olympiad.ch\/de\/news\/news\/liechtensteins-erste-teilnahme-an-der-internationalen-philosophie-olympiade","category":[{"uid":1,"title":"Philosophie"},{"uid":5,"title":"Startseite"}]},{"uid":4187,"title":"Die Identit\u00e4t im Laufe der Zeit","teasertext":"Der Dachverband Wissenschafts-Olympiade besteht seit 20 Jahren. Wir wissen, dass sich seit den Anf\u00e4ngen dieser Reise vieles ver\u00e4ndert hat und doch haben wir die vergehende Zeit kaum wahrgenommen. In seinem Essay erkl\u00e4rt Mathys Douma diese Ver\u00e4nderungsblindheit aus philosophischer Sicht bedeutet.","short":"20 Jahre. Die Wissenschafts-Olympiade feiert bereits ihr zwanzigstes Jubil\u00e4um. Vielleicht waren einige, die diesen Artikel lesen, noch nicht einmal geboren, als 2004 alles begann. Ich \u00fcbrigens auch nicht. Und doch, viele Jahre sp\u00e4ter sind wir hier, jetzt. Wie kann es sein, dass bereits zwei Jahrzehnte vergangen sind? Wir wissen, dass sich seit den Anf\u00e4ngen dieser Reise vieles ver\u00e4ndert hat und doch haben wir die vergehende Zeit kaum wahrgenommen.","body":"

\u00dcber den Autor:<\/strong> Mathys Douma ist Alumnus und Freiwilliger der Mathematik- und Philosophie-Olympiaden. N\u00e4chstes Jahr wird Mathys seinen Bachelor in Mathematik an der EPFL abschliessen.<\/p>\r\n

Nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sich dieses Ph\u00e4nomen nicht auf die Entwicklung unseres lieben Verbands! In all unseren Erfahrungen scheinen wir st\u00e4ndig von den Minuten \u00fcberholt zu werden, die zu schnell vergehen, den Tagen, die aufeinander folgen, den Jahren, die dahinziehen.<\/p>\r\n

Unser Verh\u00e4ltnis zur Zeit ist daher frustrierend. Als ob wir uns des Zeitverlaufs nur stossweise bewusst w\u00fcrden, als w\u00e4re er immer schneller, immer zu schnell. Wir sind die halb schlafenden Passagiere, verurteilt, erst zu realisieren, dass der Zug f\u00e4hrt, wenn er schon den Bahnhof erreicht hat. Die Landschaft wandlt sich st\u00e4ndig, und obwohl wir Zeugen davon sind, sind wir uns dieses Wandels nicht bewusst. Wir sind in gewisser Weise ver\u00e4nderungsblind.<\/p>\r\n

Ausgehend von dieser Erkenntnis k\u00f6nnen wir uns die folgende Frage stellen: Wie zeigt sich diese Ver\u00e4nderungsblindheit<\/em><\/strong>, und was bedeutet sie philosophisch gesehen f\u00fcr unser Leben und unsere Identit\u00e4t?<\/p>\r\n

Eine besondere Blindheit f\u00fcr Ver\u00e4nderungen<\/h2>\r\n

Im Kontext der Wahrnehmung bezeichnet der Begriff der Ver\u00e4nderungsblindheit die Tatsache, dass wir als Menschen manchmal nicht in der Lage sind, Ver\u00e4nderungen in den visuellen (und erweiterten sensorischen) Reizen unserer Umgebung zu bemerken, was auf einen Mangel an Aufmerksamkeit und die Fehlbarkeit unserer Wahrnehmungssysteme hinweist. Unser Bewusststein f\u00fcr Zeit ist fehlbar, unvollst\u00e4ndig und begrenzt. <\/p>\r\n